ShelfManager ← Zur Startseite

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Für die Nutzung von ShelfManager · Fassung 2026-4 · Stand: 9. Oktober 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „ShelfManager" zwischen Ulf Hübner, Weidenstieg 12, 22926 Ahrensburg (nachfolgend „Anbieter") und Unternehmer:innen im Sinne des § 14 BGB (nachfolgend „Kund:in"). ShelfManager richtet sich ausschließlich an Gewerbetreibende, die Regale, Flächen oder Verkaufsplätze an Dritte vermieten (z. B. Secondhand-Läden, Concept Stores, Kioske). Ein Vertragsschluss mit Verbraucher:innen im Sinne des § 13 BGB ist nicht vorgesehen.

Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen der Kund:in werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.

2. Vertragsgegenstand

Der Anbieter stellt der Kund:in eine webbasierte Software zur Verwaltung von vermieteten Regalen/Flächen zur Nutzung über das Internet zur Verfügung („Software as a Service"). Alle Kund:innen nutzen dieselbe Software-Plattform; die Daten jeder Kund:in sind dabei technisch strikt von den Daten anderer Kund:innen getrennt (Zugriffsschutz auf Datenbankebene). Jede Kund:in erhält einen eigenen, passwortgeschützten Zugang zu ihrem Laden.

ShelfManager wird in den Paketen „Starter" und „Profi" sowie als individuelles Angebot („Individuell") angeboten. Das Paket Starter umfasst die Regalverwaltung, insbesondere Regalübersicht, Mieter:innenverwaltung, Buchungen und Verlängerungen, Warteliste, Zahlungsstatus der Miete und Erinnerungs-E-Mails an Mieter:innen. Das Paket Profi umfasst zusätzlich den Kassenabgleich (Import von Kassendaten und Zuordnung der Verkäufe), die Provisions- und Monatsabrechnung mit Verkaufsberichten, die Auszahlungsübersicht und Kennzahlen. Der genaue Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf der Website zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses bzw. aus dem individuellen Angebot.

ShelfManager ersetzt kein Kassensystem und ist unabhängig von dem von der Kund:in eingesetzten Kassensystem nutzbar. Kassendaten werden, sofern keine gesonderte Schnittstelle vereinbart ist, durch Import eines von der Kund:in bereitgestellten Kassenberichts (z. B. als CSV-Datei) in ShelfManager übernommen.

3. Vertragsschluss

(1) Die Darstellung von ShelfManager auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Registrierung oder Kontaktaufnahme.

(2) Online-Registrierung: Die Kund:in legt unter app.shelfmanager.de ein Nutzerkonto an, bestätigt ihre E-Mail-Adresse und macht im Einrichtungsformular Angaben zu ihrem Laden (u. a. Name, Anschrift, Anzahl der Regale, gewünschtes Paket). Vor dem Absenden kann sie alle Eingaben prüfen und korrigieren. Mit dem Absenden des Einrichtungsformulars unter Bestätigung dieser AGB gibt die Kund:in ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags in dem im Einrichtungsformular gewählten Paket ab (§ 4). Gibt sie mehr als 100 Regale an, gilt Absatz 4. Die anschließende Eingangsanzeige in der Software ist noch keine Annahme. Zahlungsdaten werden bei der Registrierung nicht abgefragt (siehe § 4 Abs. 4).

(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter das Angebot annimmt. Die Annahme erfolgt durch Freischaltung des Zugangs, in der Regel nach einer persönlichen Abstimmung zur Einrichtung, und wird der Kund:in in Textform (z. B. per E-Mail) bestätigt, zusammen mit der Dauer der kostenlosen Testphase. Ein Anspruch auf Annahme besteht nicht. Bis zur Freischaltung kann die Kund:in die Software nicht nutzen; vor der Freischaltung entstehen ihr keine Kosten.

(4) Individuelles Angebot: Alternativ – insbesondere für mehr als 100 Regale oder für abweichende Vereinbarungen (Paket „Individuell") – erstellt der Anbieter auf Anfrage ein individuelles Angebot. Der Vertrag kommt dann durch dessen Annahme durch die Kund:in in Textform zustande.

(5) Vertragssprache ist Deutsch. Die jeweils aktuelle Fassung dieser AGB ist unter shelfmanager.de/agb.html abrufbar. Welche Fassung die Kund:in bei der Registrierung bestätigt hat, wird beim Anbieter mit Zeitpunkt protokolliert; der Anbieter stellt ihr diese Fassung auf Anfrage in Textform zur Verfügung.

4. Preise, Einrichtungsgebühr und Zahlungsbedingungen

(1) Die Nutzungsgebühr richtet sich nach dem gewählten Paket (Leistungsumfang siehe § 2):

PaketRegaleNutzungsgebühr/Monatbei jährlicher ZahlweiseEinrichtungsgebühr (einmalig)
Starterbis 10049 €39 €/Monat (468 €/Jahr)keine
Profibis 10089 €79 €/Monat (948 €/Jahr)179 €
Individuellüber 100 oder nach Vereinbarungindividuellindividuellindividuell

(2) Alle Preise sind Endpreise. Der Anbieter ist Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG; Umsatzsteuer wird daher nicht berechnet und nicht ausgewiesen. Entfällt die Kleinunternehmerregelung für den Anbieter, verstehen sich die Preise ab diesem Zeitpunkt zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer; der Anbieter teilt dies der Kund:in mindestens sechs Wochen vorher in Textform mit.

(3) Im Paket Profi beginnt die Einrichtung mit einem kostenlosen Einrichtungsgespräch von bis zu 30 Minuten, in dem die Anbindung des Kassensystems besprochen wird. Die Einrichtungsgebühr des Pakets Profi fällt einmalig an, sobald die Kund:in die individuelle Einrichtung in Anspruch nimmt – z. B. Einrichtung des Kassenimports, Anlage weiterer Regalbereiche oder Kategorien, Übernahme vorhandener Daten, eine eigene Absenderadresse für E-Mails an Mieter:innen oder eine persönliche Einweisung. Sie wird mit der Beauftragung der individuellen Einrichtung fällig und mit der nächsten Abbuchung eingezogen. Nutzt die Kund:in ausschließlich die bei der Registrierung automatisch angelegte Standard-Einrichtung, fällt keine Einrichtungsgebühr an. Im Paket Starter fällt keine Einrichtungsgebühr an; wünscht die Kund:in dort individuelle Einrichtungsleistungen, werden diese nach vorheriger Absprache gesondert berechnet. Die Einrichtungsgebühr ist unabhängig von der Vertragslaufzeit und Zahlweise und wird bei Kündigung nicht anteilig erstattet.

(4) Testphase: Mit der Freischaltung beginnt eine kostenlose Testphase, deren Dauer der Anbieter bei der Freischaltung in Textform mitteilt. Während der Testphase fallen keine Nutzungsgebühren an. Die Kund:in kann die Testphase jederzeit ohne Kosten beenden. Zahlungsdaten werden erst zum Ende der Testphase benötigt; der Anbieter erinnert die Kund:in etwa eine Woche vorher per E-Mail. Hinterlegt die Kund:in ihre Zahlungsdaten, beginnt die Abrechnung mit dem Ende der Testphase in der gewählten Zahlweise. Hinterlegt sie bis 14 Tage nach Ende der Testphase keine Zahlungsdaten, wird ihr Zugang auf Lesezugriff beschränkt, bis die Zahlungsdaten hinterlegt sind oder der Vertrag endet; für diese 14 Tage fallen keine Nutzungsgebühren an.

(5) Zahlung: Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd., Irland) per SEPA-Lastschrift oder Kreditkarte. Die Kund:in gibt ihre Zahlungsdaten direkt bei Stripe ein und erteilt bei Wahl der SEPA-Lastschrift ein entsprechendes Lastschriftmandat. Die Nutzungsgebühr wird zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums im Voraus abgebucht – bei monatlicher Zahlweise für einen Monat, bei jährlicher Zahlweise für zwölf Monate. Der reduzierte Monatspreis der jährlichen Zahlweise gilt für die Dauer dieser Vorauszahlung. Rechnungen werden elektronisch als PDF per E-Mail versandt und sind unter „Mein Konto“ abrufbar. Ist im individuellen Angebot Zahlung auf Rechnung vereinbart, ist die Rechnung innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zur Zahlung fällig.

(6) Zahlungsverzug: Schlägt eine Abbuchung fehl, informiert der Anbieter die Kund:in und versucht die Abbuchung erneut; die Kund:in aktualisiert ihre Zahlungsdaten unverzüglich unter „Mein Konto“. Ist der offene Betrag nach 14 Tagen nicht ausgeglichen, wird der Zugang bis zum Ausgleich auf Lesezugriff beschränkt. Kosten, die dem Anbieter durch eine von der Kund:in zu vertretende Rücklastschrift oder Zahlungsablehnung entstehen, kann der Anbieter in nachgewiesener Höhe weiterberechnen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung (§ 5 Abs. 4) bleibt unberührt.

(7) Paket- und Zahlweisenwechsel: Die Kund:in kann Paket und Zahlweise unter „Mein Konto“ selbst wechseln. Ein Wechsel in ein höherwertiges Paket oder von monatlicher zu jährlicher Zahlweise wird sofort wirksam; der Preisunterschied für den laufenden Abrechnungszeitraum wird anteilig berechnet und sofort abgebucht, nicht genutzte Beträge werden angerechnet. Ein Wechsel in ein niedrigeres Paket oder von jährlicher zu monatlicher Zahlweise wird zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums wirksam; eine anteilige Erstattung erfolgt nicht. Beim Wechsel von Starter zu Profi fällt die Einrichtungsgebühr nur an, wenn die individuelle Einrichtung beauftragt wird (Abs. 3).

(8) Individuelle Preise: Abweichend vereinbarte Preise oder Rabatte gelten für die vereinbarte Dauer bzw. bis auf Weiteres und werden in der Abrechnung berücksichtigt.

Preisanpassungen

(9) Der Anbieter kann die Preise für Neukund:innen jederzeit ändern. Für bestehende Verträge ändert sich die Nutzungsgebühr nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Kund:in. Der Anbieter bietet eine Preisänderung frühestens zwölf Monate nach Vertragsbeginn und mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an; die Kund:in kann ihr in der Software oder in Textform zustimmen. Die Preisänderung wird dann zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums wirksam, bei jährlicher Zahlweise zum Beginn des nächsten Vertragsjahres. Stimmt die Kund:in nicht zu, läuft der Vertrag zu den bisherigen Preisen weiter; das Recht beider Parteien zur ordentlichen Kündigung nach § 5 bleibt unberührt. Senkt der Anbieter die Preise für Neukund:innen, kann die Kund:in in das neue Preismodell wechseln.

(10) Für Verträge, die vor dem 5. Oktober 2026 in den damaligen Tarifstufen (Starter, Basis, Standard, Groß) geschlossen wurden, gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten Preise und Leistungen fort.

5. Vertragslaufzeit & Kündigung

(1) Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Während der kostenlosen Testphase kann die Kund:in den Vertrag jederzeit ohne Kosten beenden.

(2) Monatliche Zahlweise: Die Kund:in kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündigen. Jährliche Zahlweise: Der Abrechnungszeitraum beträgt zwölf Monate und verlängert sich jeweils um weitere zwölf Monate, wenn die Kund:in nicht vor seinem Ende kündigt. Die Kund:in kann jederzeit kündigen; die Kündigung wird zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums wirksam. Eine anteilige Erstattung erfolgt in beiden Fällen nicht.

(3) Die Kündigung erfolgt unter „Mein Konto“ in der Software oder in Textform (z. B. per E-Mail an support@shelfmanager.de). Bis zum Wirksamwerden der Kündigung kann die Kund:in ShelfManager unverändert nutzen und die Kündigung unter „Mein Konto“ zurücknehmen. Der Anbieter kann ordentlich mit einer Frist von sechs Wochen zum Ende eines Abrechnungszeitraums kündigen.

(4) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt — insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug der Kund:in oder bei missbräuchlicher Nutzung der Software.

(5) Nach Vertragsende kann die Kund:in ihre Daten noch 30 Tage lang ansehen, ausdrucken und exportieren bzw. einen Export beim Anbieter anfordern; Änderungen sind nicht mehr möglich. Danach löscht der Anbieter die Daten, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

6. Pflichten der Kund:in

  • Die Kund:in behandelt ihre Zugangsdaten vertraulich und informiert den Anbieter unverzüglich bei Verdacht auf unbefugten Zugriff.
  • Die Kund:in nutzt ShelfManager nur für den vertraglich vorgesehenen Zweck (Verwaltung eigener Regal-/Flächenvermietungen im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs) und nicht missbräuchlich oder rechtswidrig.
  • Die Kund:in ist für die Richtigkeit, Rechtmäßigkeit und Aktualität der von ihr in ShelfManager eingegebenen Daten selbst verantwortlich — dies betrifft insbesondere personenbezogene Daten ihrer eigenen Mieter:innen (siehe § 8).
  • Die Kund:in wirkt bei einer individuellen Einrichtung (z. B. Bereitstellung von Regalbereichen, Kategorien oder vorhandenen Daten) in zumutbarem Umfang mit.

7. Verfügbarkeit, Wartung & Support

Der Anbieter ist bemüht, eine hohe Verfügbarkeit der Software zu gewährleisten, kann jedoch aufgrund der Größe des Angebots keine bestimmte Verfügbarkeit im Sinne eines Service-Level-Agreements garantieren. Wartungsarbeiten, die zu kurzzeitigen Einschränkungen führen können, werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten der Kund:in durchgeführt und nach Möglichkeit vorher angekündigt.

Support erfolgt im Paket Starter per E-Mail, im Paket Profi per E-Mail und Telefon, im Paket „Individuell" nach individueller Vereinbarung. Der Anbieter bemüht sich, Anfragen an Werktagen zeitnah zu beantworten; verbindliche Reaktionszeiten gelten nur, soweit sie individuell vereinbart sind. Änderungswünsche, die über die Standard-Einrichtung bzw. eine beauftragte individuelle Einrichtung hinausgehen, werden nach vorheriger Absprache gesondert nach Aufwand berechnet, soweit nichts anderes vereinbart ist.

8. Datenschutz & Auftragsverarbeitung

Im Rahmen der Nutzung von ShelfManager verarbeitet der Anbieter personenbezogene Daten, die die Kund:in über ihre eigenen Mieter:innen (z. B. Name, Kontaktdaten, Zahlungsdaten) in die Software einträgt. Insoweit ist die Kund:in „Verantwortliche" und der Anbieter „Auftragsverarbeiter" im Sinne des Art. 28 DSGVO. Die Einzelheiten der Auftragsverarbeitung — insbesondere Gegenstand, Dauer, technische und organisatorische Maßnahmen sowie Unterauftragsverhältnisse (z. B. Hosting) — werden in einem gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) geregelt, den beide Parteien vor Produktivbetrieb abschließen. Ohne abgeschlossenen AVV darf die Kund:in keine personenbezogenen Daten Dritter in die Software eingeben.

Für die Zahlungsabwicklung übermittelt der Anbieter die dafür erforderlichen Daten der Kund:in (z. B. Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Paket und Preis) an Stripe. Die Zahlungsdaten selbst (Kartennummer bzw. IBAN) gibt die Kund:in direkt bei Stripe ein; der Anbieter erhält davon nur die Art des Zahlungsmittels und die letzten Ziffern.

Zur Verarbeitung von Daten beim Besuch der Website, bei der Registrierung und bei der Nutzung von ShelfManager sowie zur Zahlungsabwicklung siehe die gesonderte Datenschutzerklärung.

9. Nutzungsrechte & geistiges Eigentum

Der Anbieter räumt der Kund:in für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, die Software im vereinbarten Umfang über einen Webbrowser zu nutzen. Quellcode, Struktur und Funktionsweise der Software bleiben Eigentum des Anbieters. Eine Vervielfältigung, Weitergabe, Rückentwicklung (Reverse Engineering) oder ein Zugänglichmachen der Software gegenüber Dritten außerhalb des vertraglich vorgesehenen Zwecks ist nicht gestattet.

10. Datensicherung

Der Anbieter sichert die in der Software gespeicherten Daten im Rahmen üblicher, regelmäßiger Backups. Die Kund:in ist gleichwohl gehalten, geschäftskritische Auswertungen (z. B. Abrechnungen, Verkaufsberichte) zusätzlich in eigener Verantwortung zu exportieren und zu archivieren, soweit dafür gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen.

11. Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie im Falle der Übernahme einer Garantie.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung die Kund:in regelmäßig vertrauen darf, ist die Haftung des Anbieters der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist, soweit gesetzlich zulässig, ausgeschlossen, es sei denn, der Datenverlust wäre auch bei ordnungsgemäßer, regelmäßiger Datensicherung durch die Kund:in nicht vermeidbar gewesen.

12. Änderungen dieser AGB

(1) Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung zulasten der Kund:in verschieben oder wesentliche Vertragsinhalte betreffen (z. B. Preise, Leistungsumfang, Laufzeit, Kündigung, Haftung), werden nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Kund:in wirksam. Der Anbieter bietet solche Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform an; die Kund:in kann in der Software oder in Textform zustimmen. Stimmt sie nicht zu, gilt der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen weiter; das Recht beider Parteien zur ordentlichen Kündigung nach § 5 bleibt unberührt.

(2) Sonstige Änderungen, die den Vertragszweck nicht gefährden und die Kund:in nicht schlechter stellen – insbesondere redaktionelle Anpassungen, die Umsetzung geänderter gesetzlicher Vorgaben ohne wirtschaftlichen Nachteil für die Kund:in oder neue unentgeltliche Funktionen –, teilt der Anbieter mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht die Kund:in nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten diese Änderungen als angenommen. Auf diese Rechtsfolge weist der Anbieter in der Mitteilung gesondert hin.

13. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.

Fassung 2026-4 · Stand: 9. Oktober 2026